
Norbert Spinrath und Michael Stock
„Er ist jung und dynamisch, engagiert und kompetent - hat viel Erfahrung und ist teamfähig - Michael Stock aus Wegberg ist der beste Kandidat, den wir haben können“, so hatte der SPD-Kreisvorsitzende Norbert Spinrath ihn vorgestellt.
Doch das Ergebnis zeigte, dass viel Werbung nicht mehr nötig war. Die Stimmen waren schnell ausgezählt: alle 59 Delegierte hatten mit „JA“ gestimmt, Michael Stock war einstimmig gewählt.
Zuvor hatte der 32jährige Rechtsanwalt, der in Hückelhoven und in Wegberg eine Kanzlei zusammen mit einem Partner betreibt, seine politischen Ziele für das Amt für den Fall seiner Wahl zum Landrat des Kreises Heinsberg benannt.
Familie, Bildung, demografischer Wandel, soziale Gerechtigkeit, das waren nur einige Schlagworte seiner Rede, für die es viel Beifall gab.
Er plädierte dafür, dass der Besuch des Kindergartens kostenfrei sein muss. Dazu sollte als erster Schritt ein betragsfreies Jahr im Kreis Heinsberg eingeführt werden.
Energisch wandte er sich gegen Studiengebühren. Es dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, ob jemand studieren könne oder nicht - jeder Mensch müsse einen Anspruch auf gleiche Bildungschancen haben. Nachhaltig unterstütze er die Bemühungen zur Errichtung einer weiteren Gesamtschule im Kreis Heinsberg. Viele Eltern hätten dies per Unterschrift eingefordert. Diese dürfe man jetzt nicht alleine lassen. „Wenn die Eltern für ihre Kinder eine entsprechende Auswahl haben wollen, dann muss man ihnen dazu verhelfen“, so Stock unter dem Beifall der Delegierten.
Der frischgebackene Landratskandidat forderte, im sich vollziehenden demografischen Wandel nicht Probleme, sondern Chancen zu sehen. „Wir brauchen die Erfahrung der älteren Menschen, ihr Know-how und ihr Engagement. Und wir müssen die Dinge so einrichten, dass sich die älteren Menschen wohlfühlen können. Auch mit einer aktiven -auch generationenübergreifenden- Rolle in der Gesellschaft.“
Herzliche Glückwünsche kamen auch von seiner Frau Sabine und vom zweijährige Sohn Florian. Der hatte während der 30minütigen Rede seines Vaters das eine oder andere Mal herumgekräht - erlebte er doch den Papa in ungewohnter Rolle.
Später turnte er auf der Bühne von Haus Sodekamp-Dohmen herum - und ließ sich -Recht hat er- von all dem Gerede nicht stören.
Auch nach der schnellen Wahl des Spitzenkandidaten hatten die Delegierten alle Hände voll zu tun - hatten sie doch auch die Kandidatinnen und Kandidaten für die 27 für den Kreistag in den 27 Wahlkreisen des Kreises Heinsberg zu wählen. Alle Bewerberinnen und Bewerber erzielten dabei gute Stimmergebnisse. (siehe Kasten)
Im umfangreichsten Wahlgang wurde schließlich die Reserveliste gewählt, aus der die Kreistagsabgeordneten nachrücken, wenn die Partei mehr Prozente der Wählerstimmen erhält, als sie Direktkandidatinnen und Direktkandidaten.
An der Spitze auf Platz 1 wurde der Kandidat für das Amt des Landrats, Michael Stock aus Wegberg, gewählt.
Zur Wiederwahl wurden vorgeschlagen die Kreistagsabgeordneten Karl-Heinz Röhrich aus Übach-Palenberg auf Platz zwei, Ralf Derichs aus Erkelenz auf Platz 4, Jürgen Plein aus Geilenkirchen (Platz 7), Gerd Krekels, Selfkant, (Platz 8) und Heinz Theo Tholen aus Waldfeucht, der derzeitige stellvertretende Landrat (Platz 10). Neue Kandidatinnen und Kandidaten wurden wie folgt gewählt: Dietmar Moll aus Hückelhoven (Platz 3), Maria Hasert, Wassenberg (Platz 5), Ilse Lüngen, Heinsberg (Platz 6)und Andrea Reh aus Gangelt, auf Platz 9 der Liste.
„Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, im Vorstand einen Vorschlag zu erarbeiten, der auf den ersten 10 Plätzen alle 10 SPD-Ortsvereine wiederfinden lässt. Und dass die Delegierten diesem Vorschlag gefolgt sind“, so Unterbezirksvorsitzender Norbert Spinrath erleichtert. „Die vielen Gespräche in den letzten Wochen haben sich gelohnt.“ Nachdem auch die Ersatzbewerber, die sog. „Huckepackkandidaten“, gewählt worden waren, konnte Spinrath in seinem Schlusswort feststellen, dass die SPD im Kreis Heinsberg einen aussichtsreichen Landratskandidaten, gute Wahlkreisbewerberinnen und -bewerber und ein starkes Team auf der Reserveliste aufgestellt habe. Die Geschlossenheit, die die Delegierten dabei gezeigt hätten, sei die beste Grundlage für einen erfolgreichen Wahlkampf. Und beschwor die Delegierten: „Wir haben heute zusammen neue Chancen geschaffen. Nun müssen wir hart daran arbeiten, sie auch zu nutzen.“